Losglück fällt auf Hohne

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Samtgemeinderat hat entschieden: Eldingen zieht bei Priorität für Turnhallen-Sanierung den Kürzeren

Sanierung oder Neubau? Eldingen oder Hohne? Die Entscheidung bei diesem Thema ist Politik und Verwaltung von Anfang an nicht leicht gefallen. Dafür ging es in der Sitzung des Lachendorfer Samtgemeinderates am Donnerstagabend dann aber letztlich doch ganz schnell. Bei der Frage, welche Turnhalle vorrangig saniert werden soll, fiel die Wahl auf das Gebäude in Hohne – das Losverfahren hatte schließlich
die Entscheidung gebracht.

Zur Einordnung ein Blick zurück: Fakt ist, dass die Turnhallen in beiden Orten in einem maroden Zustand sind. Sie wurden Ende der 1970er Jahre gebaut und brauchen dringend eine energetische Sanierung. Die Teilnahme am niedersächsischen Förderprogramm zur Förderung des Sportstättenbaus setzt voraus, dass die Hallen nur in gleichbleibender Größe saniert werden dürfen. Mit anderen Worten: Für einen Neubau fließt aus dem Förderprogramm kein Geld.

Die Entscheidung für eine Anmeldung zum Förderprogramm und damit für eine Sanierung der Hallen hat der Samtgemeinderat im März getroffen.Auf andere Zuschüsse sei in absehbarer Zeit nicht zu hoffen, hatte Verwaltungschef Jörg Warncke in der damaligen Sitzung betont – der Beschluss fiel einstimmig aus.

Für eine Förderung hat das Innen- und Sportministerium des Landes die Auflage erteilt, dass die Kommunen als Antragsteller bei zwei oder mehreren Anmeldungen eine Priorität vorgeben müssen. Weder Rat noch Verwaltung hatten allerdings Kriterien gefunden, wonach die eine Halle Vorrang vor der anderen hat. „Der Samtgemeindeausschuss hat vorberaten, der Vorschlag war eine Losentscheidung“, erinnerte Warncke vor dem Beschluss.

So kam es zum Ergebnis: Verwaltungschef Warncke bereitete die Wahl vor, indem er „Hohne“ und „Eldingen“ auf zwei Zettel schrieb und diese in eine leere Box legte. Nach kurzer Beratung wurde die Lachendorferin Cornelia Bilgenroth (SPD) als stell vertretende Ratsvorsitzende als „Glücksfee“ mit der Losziehung beauftragt – aus Gründen  der Objektivität, denn die Ratsvorsitzende Christa Harms (CDU) ist zugleich Hohner Bürgermeisterin. Und Bilgenroth zog – „Hohne“.

Wie geht es weiter? Ob nun tatsächlich die Hohner Turnhalle gefördert wird, steht indes noch nicht fest. Über die Verteilung wird in Hannover entschieden, die Zahl der Antragsteller ist schließlich immens. „Die Anträge sind für beide Hallen gestellt“, sagte Warncke. Und Joachim Lübbe, Bürgermeister der „zweitrangigen“ Gemeinde Eldingen, erklärte auf CZ-Nachfrage: „Das muss für uns kein Nachteil sein, Eldingen bleibt im Fördertopf.“ Langfristig sei entscheidend, wie groß die Kostendifferenz zwischen einem Neubau und einer Sanierung am Ende tatsächlich sei. Zunächst bleibt das weitere Vorgehen des Landes abzuwarten.

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